173826 Die Entfremdung des modernen Menschen - Von Rousseau bis heute Vortragsreihe
| Beginn | Fr., 03.07.2026, 19:00 - 21:00 Uhr |
| Kursgebühr | 65,00 € |
| Dauer | 5 Abende |
| Kursleitung |
Dr. phil. Stefan Schmitt
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Der Begriff der „Entfremdung“ ist ein moderner Begriff, der wie folgt definiert wird: Entfremdung bezeichnet einen individuellen oder gesellschaftlichen Zustand, in dem eine ursprünglich natürliche Beziehung des Menschen aufgehoben, verkehrt, gestört oder zerstört wird. Dies kann die Beziehung eines Menschen zu sich selbst, zu seinen Mitmenschen, zur Natur, zu seiner Arbeit oder dem Produkt seiner Arbeit betreffen. Das Phänomen der Entfremdung wurde seit der Aufklärung bis heute immer intensiver beschrieben. Es lässt auch nicht nach, sondern steigert sich kontinuierlich. Die Moderne hat die Menschen verändert. Aus dem Gefühl der „Entfremdung“ entstand die moderne Zivilisations- und Kulturkritik. Bereits Rousseau und die Romantiker warnten vor den unvermeidlichen Begleiterscheinungen der Moderne, desgleichen Karl Marx, die Lebensphilosophie und der Kulturpessimismus im Fin de Siècle. Die Klage zieht sich weiter durch von Friedrich Wilhelm Nietzsche zur Frankfurter Schule (Adorno, Horkheimer, Marcuse etc.) bis heute. Wir sind in einer kapitalistisch organisierten Welt und deren Sachzwängen gefangen, die sich gleichermaßen fatal auf die Arbeitswelt wie auch das Private auswirken. Die Moderne brachte uns viel Fortschritt, aber offensichtlich auch neue Probleme. Die Angebote zu deren Bekämpfung sind geradezu inflationär und häufig fragwürdig.
Kursort
Audimax des Campus Burghausen
Marktler Str. 4884489 Burghausen


